EU Leistungsortregel / MOSS (Mini One Stop Shop)

erstellt: 18. Dezember 2014, zuletzt geändert: 27. Februar 2015 unter Bestellablauf, Steuer / Mehrwert- / Umsatzsteuer

Ab dem 01.01.2015 gelten neue Regelungen bei der Ausweisung der Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) bei bestimmten Produkten, welche in das europäische Ausland verkauft werden. Das können zum Beispiel Dienstleistungen oder digitale Produkte (ebooks, Apps, Software) sein. Darin geht es stark vereinfacht darum, dass o.g. Produkte, welche in das europäische Ausland an Endkunden verkauft werden auch mit dem dortigen Steuersatz auszupreisen sind. Das Bundeszentralamt für Steuern bietet eine ausführliche FAQ-Übersicht für das vereinfachte Mini-One-Stop-Shop-Verfahren (MOSS).

wpShopGermany ab Version 3.5 unterstützt diese gesonderte Form der Auszeichnung.
Sofern Produkte gemäß den o.g. Bestimmungen verkauft werden, müssen diese zunächst entsprechenden Einstellungen in der Versandzone und in der Länderverwaltung vorgenommen werden (wpShopGermany liefert eine Standardliste samst MwSt.-Klassen mit).
 
Versandzonen
Versandzone
Es müssen mindestens zwei Zonen angelegt sein: Inland und EU Länder. Als „Versandzone EU Länder“ sollte dann die Versandzone „EU Länder“ ausgewählt sein. Diese Einstellung ist notwendig, um die spezielle Zuordnung des Ziellandes zu gewährleisten.
Länderverwaltung
Länderverwaltung
Hier legen Sie alle Länder an, in welche Sie als Verkäufer Ihre Waren versenden. Wichtig ist hier die Zuordnung der Länder zu den Versandzonen. Insbesondere die der EU-Länder zu der EU-Versandzone. Als Erleichterung gibt es in der Länderverwaltung die Buttons „Standardländer importieren“ und „Standard EU-Länder importieren“. Hier werden alle Länder der Welt/Europas mit einem Klick angelegt.
Haken-Leistungsortregeln
Nach Konfiguration der obigen beiden Punkte, müssen jetzt lediglich die Produkte ausgezeichnet werden, welche den o.g. Bestimmungen unterliegen. Dazu muss der Haken „Produkt unterliegt den EU-Leistungsortregeln“ im Widget „Preis / Steuer“ im Produkt aktiviert werden.
Ist dieser Haken gesetzt, greifen sämtliche Regeln zur Umsatzsteuer- (Mehrwertsteuer-) Auszeichnung an Endkunden in Europa.
Frontend-Warenkorbwidget
Zu erkennen ist dies in erster Linie an dem neuen Text samst Link im Warenkorbwidget. Mit diesem Link wird der Shop-Kunde gefragt, ob er Endkunde ist und aus einem entsprechenden Land der EU kommt.
Dabei wird das Land des Shopbetreibers (Länderverwaltung: Standardland) nicht mit angezeigt, da hier die bisherige Auszeichnung der Preise und Steuern greift und keine separate Auswahl notwendig ist.
popup

Dieses Abfragefenster kann via Backend (Konfiguration > Einstellungen > Erweitert > Abfrage des Kundenstandortes (EU-Leistungsortregel)) gesteuert werden. Je nach Auswahl erscheint das Fenster automatisch einmalig (bis zum schließen des Browserfensters), und zeigt dem Kunden bereits eine Vorauswahl an.

Folgende Auswahlmöglichkeiten hat der Shopbetreiber:

Immer anzeigen
Die Abfrage erscheint immer, auch wenn der Kunde aus dem selben Land kommt, wie der Shop betrieben wird.Anhand des Apache Moduls mod_geoip
Eine zuverlässige Methode, die Herkunft des Kunden zu erkennen. Ist das Kundenland ein anderes als das Shop-Standardland, erscheint das Abfragefenster und gibt als Vorauswahl das erkannte Land an. Wird nur zur Auswahl angeboten, wenn installiert.
Voraussetzung ist die Installation dieses Moduls auf Ihrem Webserver. Fragen Sie ggf. Ihren Provider.
Siehe auch: http://dev.maxmind.com/geoip/legacy/mod_geoip2/Anhand der PECL Erweiterung php_geoip
Eine zuverlässige Methode, die Herkunft des Kunden zu erkennen. Ist das Kundenland ein anderes als das Shop-Standardland, erscheint das Abfragefenster und gibt als Vorauswahl das erkannte Land an. Wird nur zur Auswahl angeboten, wenn installiert.
Voraussetzung ist die Installation der PECL Erweiterung geoip. Fragen Sie ggf. Ihren Provider.
Siehe auch: http://pecl.php.net/package/geoipAnhand der Browsersprache
Die Abfrage erscheint nur, wenn der Kunde eine andere Browsersprache als im Shop eingestellt hat. Das Verfahren ist aber sehr ungenau und nicht zu empfehlen.Bearbeitungsmöglichkeiten:Um das PopUp-Fenster für die Länderauswahl bearbeiten zu können, müssen wir zuvor wissen, welche Dateien umzubauen sind. Um die grafische Darstellung zu ändern, genügt es die Datei frontend.css unter wpshopgermany/views/css zu editieren. Hier findet man im Bereich /*Customerquestion (Dialog Firmenkunde/Endkunde und Land)*/ die benötigten css-Befehle.Die Schriftgröße und –art werden im Themestil dargestellt.Wer den Text bearbeiten möchte, muss die Datei customerquestion.phtml unter wpshopgermany/views/warenkorb suchen.

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Kommentare

  • Tobias sagt:

    ich denke auch, eine positive Abfrage wäre deutlich leichter zu verstehen und am besten auch nicht mit UND verknüpft. So mag das ein Programmierer verstehen, ein normaler Kunde aber sicher nicht.

  • maennchen1 sagt:

    Hallo Johannes!
    Ja, ich denke auch, dass die Abfrage noch Verbesserungspotential bietet. Da es hier keine konkrete Vorgabe vom Gesetzgeber gibt, können wir zunächst selbst festlegen, wie die Texte im Fensterauszusehen haben. Wir freuen uns hier auf weiteres Feedback.
    hier sollte auf jeden Fall ein Kompromiss zwischen Usability und rechtlicher Konformität gefunden werden.

  • Johannes sagt:

    Ich habe einen Verbesserungsvorschlag für das Abfragefenster: Es sollte positiv gefragt werden, also »Sie sind Firmenkunde?«. Bei negativen Fragen ist die Antwort immer etwas schwierig.
    Noch besser wäre eine Auswahlmöglichkeit mit Radiobuttons zwischen Privat- und Firmenkunden.
    Oder ist das mit dieser Formulierung vorgegeben in der entsprechenden Verordnung?

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